Der Pokal geht nach Eimsbüttel

Überraschender 3:0 Sieg im Pokalfinale gegen Rissen


Nachdem der Einzug ins Finale fest eingeplant war, wurde das Finale in der Wandsbeker Sporthalle als ‚Bonus-Spiel' angesehen. Einerseits war vor der Saison der Pokalsieg als eines von zwei Zielen ausgegeben worden, jedoch stand auf der anderen Seite des Netzes mit dem letzt jährigen Vizemeister der Verbandsliga ein Gegner, gegen den man sich in der Außenseiterrolle wähnte. Zumal die Matches gegen den Rissener SV immer emotionale Spiele und am Ende immer ‚enge Kisten' waren.

Mit Spielbeginn war beiden Seiten eine gewisse Nervosität anzumerken, welche die Rissenerinnen schneller ablegten und folgerichtig konsequent eine 3-Punkte-Führung vor sich her schoben. Zwar fanden die Büttels mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel, fanden aber gegen durchaus lösbare Situationen oft nicht die richtigen Antworten. So konnte z.B. Birte Wills für Rissen immer wieder aus dem Hinterfeld punkten, während sich die Eimsbütteler in der Feldabwehr zunächst vornehm zurückhielten. Mit der Einwechselung von Inga Hansmann kam mehr Konstanz ins Spiel, und auch der folgende Wechsel von Nicole Zeuner brachte den erhofften Druck am Netz. Mit 20:18 konnte die erste Führung des Spiels erspielt werden. Die ging zwar gleich wieder verloren, aber bei 23 wurde erneut ausgeglichen, und der zweite Satzball konnte zur 1:0 Satzführung verwertet werden.

In Satz zwei zunächst das gleiche Bild. Wieder startet Rissen besser, und zieht über 7:3 auf 14:6 davon. In dieser Phase des Spiels lief es nur auf der Seite der Spielerinnen aus Hamburgs Westen. Jetzt bewährte sich erneut die gut besetzte Bank der Büttels. Wiederum Inga Hansmann, gefolgt von Kristina von Riegen, verliehen dem Spiel neue Impulse und packten am Netz wie in der Abwehr beherzt zu. Stück für Stück konnte der Rückstand verkürzt werden. Mit druckvollen Aufschlägen wurde die Rissener Annahme pressiert. Nacheinander punkteten Kathrin Urban, Kristina von Riegen, Inga Hansmann und Marieke Behne direkt von der Linie. Abschließend war es der souverän aufspielenden Hannah Lüdtke vorbehalten, die letzten Punkte vorzubereiten. Nach stetem Rückstand folgte der Ausgleich zum 23:23, der von zwei weiteren Punkte gedeckelt zum 2:0 Satzvorsprung führte.

Mit einem Topp-Finish wurde auch der zweite Satz auf der Zielgeraden noch gedreht. Ein Kunststück, das in der letzten Saison nicht oft gelang und auch in der Vorbereitung nicht immer abgerufen werden konnte.

Satz drei wurde konzentriert angegangen und sah die Büttels eigentlich die ganze Zeit vorn. Lediglich eine kleine Schwächephase, die die Rissenerinen noch einmal zum 9:9 aufschließen liess, musste überbrückt werden. Während die Büttels danach weiter im Aufschlag pressierten, gelang Rissen nur noch ein Break. Nicht genug, um die Eimsbüttelerinnen von der Siegerstraße abzudrängen. Der dritte Matchball konnte durch die hervorragende Kathrin Urban verwertet werden.

Damit stand der erste Pokalsieg für die Eimsbütteler Frauen fest, die somit in die Fußstapfen der Männer treten, die in den vergangenen Jahren immer mal wieder die Hand an den Pokal legen durften. Ein Sieg, der an diesem Tag sicherlich auch der breiten Bank geschuldet war, die das Spiel immer wieder zur rechten Zeit verbessern konnte. Gleiches war auf der anderen Seite nicht möglich, der Kader des RSV war an diesem Tag nicht komplett. Was für die Spiele der kommenden Saison auch der wichtigste Fingerzeig sein dürfte. Wenn Rissen mit voller Kapelle spielt, dann stimmen die Töne da auch besser. Wir freuen uns auf spannende Spiele. Und wir freuen uns über den Titelgewinn und ein erreichtes Saisonziel.


ETV - Rissener SV 3: 0 (24, 23, 16)

Für den ETV am Ball: Hannah Lüdtke, Katrin Urban, Birte Quast, Svea Saborowski, Annika Glathe, Marieke Behne, Inga Hansmann, Nicole Zeuner, Kristina von Riegen, Lena Guhl und Imme Rieger

Pokalsieger 2009: ETV



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04./05. Sept. 
Gegner: Mehrere 
Ort: Oldenburg
Beginn: 13:00

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