In Steilshoop gingen die Lichter aus

Nach zwei Siegen tappen die Eimsbütteler Volleyballerinnen im Dunkeln

Am Ende ging das Licht aus. Das soll in den Hamburger Spielhallen üblich sein. Dass garstige Hausmeister dieses Mittel nutzen, um die Halle zu leeren ist wohl eher die ungewöhnliche Variante. Unschönes Ende eines erfreulichen Spieltages: Teile der Mannschaft durften sich Ihre Jacken, Schuhe etc. im Dunkeln ertappen. Nach dem vorhergegangenen Spieltag, war das aber eigentlich kein Thema, es wurde eher amüsiert zur Kenntnis genommen.

Im ersten Spiel des Tages spielfrei, wurden zunächst die Gegner unter die Lupe genommen. Schnell war klar, lakkalukki is' heut' nicht. Wie erwartet würde es diesen Spieltag zur Sache gehen. Konzentration und druckvolles Spiel waren nötig um an diesem Tag als Sieger die Halle zu verlassen.
Was folgte war ein Start, der mit verschlafen noch gnädig beurteilt wäre. Bei 4:6 hatte man noch nicht einen ‚vernünftigen Ball' gespielt, was den Coach dazu veranlasste nörgelnd an der Seitenlinien auf und ab zu laufen. Zwar erwachten die Büttels langsam aber sicher, aber bis auf die Zielgerade lief man einem Rückstand von einem Punkt hinterher, der gar auf 19:22 wuchs. Dann folgte ‚das Phänomen'! Bereits an den letzten Spielen wurde es immer wieder beobachtet. Der Rückstand wurde ausgeglichen und in einen Satzgewinn verwandelt. Die gerade frisch eingewechselte Kristina von Riegen pressierte den Annahmeriegel der CV'er, Block und Abwehr packten zu, der Rückschlag wurde konsequent geführt. 1:0 Satzführung.

Es folgt ein konzentrierter Start in den folgenden Satz. Zwar konnten die Gastgeber in der Satzmitte noch einmal ausgleichen, aber zwei kurze Aufschlagserien von Laura Glasmeyer und Inga Hansmann kombiniert mit einer am Netz wie entfesselt aufspielenden Birte Quast sorgten für klare Verhältnisse. 2:0.

Der folgende Satz begann mit neuer Annahmeformation, die nun von Nicole Zeuner und Lena Guhl gebildet wurde. Eine unverändert stabile Annahme versetzte Hannah Lüdtke wiederholt in die erfreuliche Lage, sich das Ziel ihrer Zuspiele auszusuchen. Punkt um Punkt wurde eingefahren, zur Satzmitte bereits eine deutliche Führung erspielt. Eine kurze Schwächphase konnte überbrückt werden, und als Hannah Lüdtke und Nicole Zeuner mit platzierten Aufschlägen den CV-Riegel unter Druck setzten, waren wieder Block und Abwehr zur Stelle. Besonders Kristina packte noch ein paar Mal beherzt zu.

Kurze Besprechung und Einstimmung auf das ‚Topp-Spiel' des Tages, und dann los... mit gelungenem Start. Während der ersten Rotation gelang jeder Aufschlägerin mindestens ein Mini-Break. Gleichzeitig war die Annahme mehr als stabil, so dass die Alstertalerinnen selten so aufspielen konnten, wie sie sich das gewünscht hätten. Dennoch entwickelte sich ein spannendes und umkämpftes Spiel. Beide Seiten wussten durch gute Angriffe und ebensolche Abwehraktionen zu gefallen, vor allem die SCLAa's hängten sich in der Abwehr mächtig rein, belohnten sich jedoch zu selten mit gelungenen Angriffen. Zum Ende des Satzes brachten die Büttels ihre Führung mit einem souveränen Sideout nach Hause.

Satz zwei dann mit einem engeren Verlauf. Keinem Team gelang es sich abzusetzen. SCALa blieb dran, auch weil aus der Abwehr nun viele gelungene Angriffsaktionen folgten. Verbissen kämpften beide Teams. Kurze Serien des einen Teams wurden vom anderen stets gekontert. Ein sehr ansehnliches Verbandsliga-Spiel. Ausgeglichen ging es auch auf die Zielgerade, und da war es wieder ‚das Phänomen' Wieder konnte d'rauf gelegt werden, bei 24:19 stand der erste Satzball an. Es folgten vier weitere und bei 25:24 gar ein sechster. Half nix! SCALa war in dieser Phase noch ‚phänomenaler', der Satz war weg. Wir lernen: Zu viel Sicherheit gepaart mit wenig Spannung lässt ‚Phänomene' nur beim Gegner zu.

Vor Beginn des folgenden Satzes gleich zwei Hiobsbotschaften für den Coach. Zuspielerin Hannah Lüdtke meldete sich mit Magenkrämpfen ab, Mittelblock Yvonne Gebhardt mit Schulterproblemen. Das führte dazu, dass Imme Rieger zu einem ‚echten Abschiedsspiel' kam, bevor sie sich für den Rest der Spielzeit der Nachwuchsarbeit verschreibt.
Hatte der Annahmeriegel der Büttels ohnehin den ganzen Tag sehr stabil gespielt, wurde nun der Hebel auf ‚Präzisionsarbeit' umgelegt. Auffällig dabei: Alle Spielerinnen um Imme Rieger herum drängten in die Annahmeriegel. Wo an vergangenen Spieltagen keiner wollte, drängten sich diesmal alle auf, so dass in einigen Aufstellungen wirklich etablierte Kräfte mal an den Rand gegangen sind.
Mit so einer Annahme lässt sich zuspielen, und Imme hatte sichtlich Spaß daran ihre Angreiferinnen in Position zu bringen. So bescherte der verlorene Satz noch zwei tolle Sätze, in denen (fast) alles gelang, während auf der anderen Seite auf unerklärliche Weise nur noch weniges gelingen wollte. Nur noch kleine 22 Punkte fuhr der Gegner ein.

Und dann... ging das Licht aus. Was hätte der Sportskollege eigentlich gemacht, wenn wir fünf Sätze gespielt hätten? Wie auch immer, es hat die Freude nicht getrübt.

CVJM - ETV 1 0 : 3 (22, 17, 20)
SCALa 2 - ETV 1 1 : 3 (19, -25, 12, 10)

Für den ETV am Ball: Laura Glasmeyer, Inga Hansmann, Annika Glathe, Birte Quast, Hannah Lüdtke, Kathrin Urban, Kristina von Riegen, Lena Guhl, Nicole Zeuner, Imme Rieger, Svea Saborowsky und Yvonne Gebhardt


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Vorbereitungsturnier:
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04./05. Sept. 
Gegner: Mehrere 
Ort: Oldenburg
Beginn: 13:00

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