Dramatisches Derby |
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4 Auswärtspunkte in Eimsbüttel
Zahlenmäßig gut besetzt, dennoch personell reduziert, ging es am vergangenen Wochenende zum Nachbarschaftsduell in die Vizelinstr. Wie bereits an den Spieltagen zuvor war die Mitte schmal besetzt, und auch Mitten-Joker Maja konnte diesmal nicht helfen. So mussten es Marieke Behne, Yvi ‚Trainingspause' Gebhardt und Laura ‚Küken' Glasmeyer richten.
Während es für die Büttels ‚nur noch' um den zweiten Platz in der Abschlusstabelle geht, mussten die Gastgeberinnen der GWE an diesem Spieltag im Kampf gegen den Abstieg unbedingt punkten.
Entsprechend locker spielten die Büttels auf, es ließ sich recht vernünftig an. Nach gutem Start und Hänger in der Mitte, schritt Inga Hansmann beim Stande von 16:17 zur Aufschlaglinie. Die vom Trainer in der Auszeit geforderte kontrollierte Offensive im Aufschlagspiel wurde prompt umgesetzt. Ball um Ball zischte über's Netz, und erst im achten Versuch gelang den Gastgeberinnen die Balleroberung. Zwei Bälle später war der erste Satz trotz einiger Holprigkeiten eingefahren.
Ein ganz anderes Bild in Satz zwei. Von Beginn an rannte man den Grün-Weißen hinterher, die sich zur Satzmitte schon praktisch uneinholbar abgesetzt hatten. Insgesamt 6 Wechsel führten keine Wende herbei, Satzausgleich.
Der folgende Satz gestaltete sich zunächst ausgeglichen, bis erneut Inga Hansmann am Aufschlag die Initiative ergriff und dieses mal sogar noch einen drauf legte. Erst nach dem neunten Versuch musste sie sich wieder in den Annahmeriegel stellen.
Diese Satzführung sollte nun in einen Sieg verwandelt werden. Nach ausgeglichenem Start schien auch alles nach Plan zu laufen. Bei 21:17 sah es nach einem 3:1 Auswärtssieg aus. Doch es kam anders, die Gastgeberinnen gaben nicht auf, und kämpften sich aufopferungsvoll ins Spiel zurück. Es folgte die wohl dramatischste Phase des Spieltages, mit Satzbällen auf beiden Seiten. Drei ließen die Büttel ungenutzt liegen, GWE griff bei der ersten Gelegenheit beherzt zu. Tie-Break!
Nun schien das Momentum für GWE zu sprechen, das Team witterte Morgenluft. Mit einem 7:8 Rückstand aus Sicht der Büttels wurden die Seiten gewechselt und GWE legte sofort nach, so dass die Büttels sich bei 7:10 zur Auszeit genötigt sahen. Was dann in den folgenden Minuten geschah, lässt sich wohl nur mit der Situation erklären, in der sich die Grün-Weißen befinden. Trotz großem Kampf gelang den Gastgeberinnen nur noch ein Punkt, so dass sie am Ende viel investiert hatten und dennoch mit leeren Händen dastanden. Eine Situation die den Büttels aus der letzten Saison nur zu gut bekannt ist, lief es da doch im Kampf gegen den Abstieg oft genauso. Das tat der Freude über diesen Sieg aber keinen Abbruch. Besonders zu erwähnen der gelungene Auftritt von Svea Saborowsky als Libero.
Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen den CVJM. Die ‚Jungen Menschen' waren mit dem letzten Aufgebot angereist, gerade mal 6 verbliebene Spielerinnen fanden den Weg in die Halle. Die jedoch spielten munter auf, so dass die Büttels in jedem Satz zunächst einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Der erste Satz fand - mal wieder - mit einer Aufschlag-Serie seine Vorentscheidung. Diesmal war es Nicole Zeuner vorbehalten von der Linie zu pressieren. Trotz Irritationen des anwesenden Büttel-Fanblocks, und mit Hilfe eines Aufstellungsfehlers der CV'er zur rechten Zeit, schickte ‚Chanty' 8 Bälle über's Netz und bereitete den ersten Satzgewinn vor.
Im zweiten Satz legten die CV'er ein wenig nach. Vor allem im Service - traditionell eine der Stärken aller CV-Teams - wurde nun solide pressiert, und um die in der Annahme glänzende Kathrin Urban, welche die Rolle der Libera übernommen hatte, herumgespielt. Konstant liefen die Büttels einem Drei-Punkte-Rückstand hinterher, so dass sich der Coach an der Seitenlinie genötigt sah, mehr Engagement und Konzentration einzufordern. Erst mit dem 18'ten Punkt gelang den Büttels die erste Führung in diesem Satz, die dann auch ins Ziel gebracht wurde.
Der dritte Satz ist schnell erzählt. Nach erneutem Rückstand, wiederum zur Satzmitte Führungswechsel und am Ende knapper aber souveräner Zieleinlauf für die Büttels.
In zwei Wochen folgt der Saisonabschluss gegen Rissen und die zweite Vertretung von GWE mit anschließender Saisonabschlussfete, auf der dann möglichst die Vizemeisterschaft abgerockert werden soll. Aber vorher gilt es die Leistung aus dem Hinspiel gegen Rissen zu wiederholen. Gegen GWE2 ist ohnehin noch einiges wieder gutzumachen. Dann will auch Yvi Gebhardt wieder angreifen, die ihre dreimonatige berufliche Trainingsauszeit pünktlich zum Saisonende wieder beenden wird. Nach der Angriffsleistung vom Wochenende wird da aber noch mal drüber nachgedacht... besser kann's kaum noch werden.
GWE 1 - ETV 2:3 (19, -16, 17, -26, 11)
ETV - CVJM 3:0 (18, 21, 23)
Für den ETV am Ball:
Hannah Lüdtke, Kathrin Urban, Laura Glasmeyer, Inga Hansmann, Lena Guhl, Marieke Behne, Svea Saborowsky , Yvonne Gebhardt, Nicole Zeuner, Karen Erbe, Lisa Schümann und Annika Glathe
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