Vizemeister! |
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Knieverletzung überschattet gelungenen Saisonabschluss
„Ist das nicht doof, dass Ihr bei 13 Spielerinnen nicht alle aufschreiben könnt?", so der erste Plausch des Spieltages. Nö, ist es nicht. Das wird klar abgesprochen und dann klappt das. Das jedoch die richtige Entscheidung auch mal die Falsche sein kann (jedenfalls fast), das ist eine andere Geschichte. Hierzu später mehr. Die Büttels liefen mit fast voller Kapelle auf, lediglich Birte Quast und Lisa Schümann fehlten aus persönlichen Gründen. Imme Rieger hingegen verbrachte den Spieltag am Spielfeldrand.
Obwohl der ‚Meisterschafts-Drops' bereits gelutscht war, barg der letzte Spieltag dennoch einiges an Brisanz. Einerseits das Rückspiel gegen GWE2, gegen die man die einzig wirklich unerfreuliche (aber zweifellos verdiente!!!) Niederlage der Saison kassiert hatte, andererseits das Saisonabschluss-Spiel gegen Rissen, in dem der Vizemeister-Titel ausgespielt wurde.
Während es im zweiten Spiel hauptsächlich um das ‚mannschaftliche Erfolgserlebnis' ging, war das Lokal-Derby gegen GWE auch für die zweite Vertretung der Büttels von Bedeutung, die u.a. mit GWE2 noch um den Klassenerhalt kämpften. Ein Grund mehr die Niederlage aus dem Hinspiel wieder glatt zu bügeln.
In Spiel eins musste zunächst Mittelblockerin Yvonne Gebhardt zuschauen, da sie die bereits erwähnte undankbare Rolle der ‚13 Spielerin' übernehmen musste. Von ‚draußen' musste sie mit anschauen, wie der Einstieg ins Spiel mehr als holprig verlief. Zu keiner Zeit fanden die Büttels zu ihrem Spiel, während GW Eimsbüttel aus einer gut organisierten Abwehr (GW wie Gummiwand) jeden Ball zurückspielte und nur auf unsere Fehler warten musste. Viele Zögerlichkeiten im Spiel der Büttels unterbanden ein dominantes Spiel. Der erste Satz war schnell verspielt, Erinnerungen an das 0:3 im Hinspiel wurden wach.
Der Start in den 2. Satz gelang besser, Maja Günther und Kristina von Riegen brachten ein wenig mehr Sicherheit ins Spiel, der Rest der Mannschaft packte ein wenig beherzter zu, und schon lief's... bis zum 12:7. Dann verabschiedete sich die eben eingewechselte Kristina von Riegen wieder. Bei einer unglücklichen Netzaktion verdrehte sie sich das Knie und konnte fortan nicht mehr in das Geschehen eingreifen. Nun waren die ursprünglich 4 Mitten auf 2 geschrumpft, und innerlich raufte sich der Coach nun die Haare, dass er ausgerechnet eine Mittelblockerin als 13. Spielerin zum zuschauen verdonnert hatte.
Es dauerte nicht lange, dann hatte GWE ausgeglichen und schlimmer noch, bei 15:17 musste die erste Auszeit den Spielfluss der Gegner unterbinden. Das jedoch gelang, die Büttels fanden wieder in die Spur und konnten den zweiten Satz trotz des Verletzungs-Schocks einfahren.
Fortan lief es ein wenig runder, auch wenn im 3. Satz erneut ein Rückstand aufgeholt werden musste. Hier brachten die Wechsel von Annika Glathe und Maja Günther die gewünschte Sicherheit ins Spiel, zudem pressierte Maja im Aufschlag erheblich und konnte so mit 5 Breaks in Folge die Wende einleiten.
Insgesamt unverändertes Bild im vierten Satz, jedoch eine nun stark annehmende Svea Saborowsky. Kein wirklich geschmeidiges Spiel, aber am Ende ein sicherer Zieleinlauf. Doof die Verletzung von Kristina (Gute Besserung!!!). Doof auch, dass über weite Strecken bereits die Aktricen spielen mussten, die auch gegen Rissen die Vizemeisterschaft sichern sollten. Nützt ja nix, war ja ‚für ‚n guten Zweck'.
Das zweite Spiel gegen Rissen bot dann zunächst eine Saisonpremiere. Ein Satzverlust gegen Rissen. Nachdem im Pokal und im Hinspiel jeweils 3:0 gewonnen wurde, lief es dieses mal zunächst ganz anders. Die Rissenerinnen sehr druckvoll und gut aufgelegt, die Büttels meist nur reagierend und nicht zupackend. Logische Konsequenz: Kleine 17 Punkte für Eimsbüttel.
Danach wurde die eindringliche Forderung des Trainers endlich zuzupacken erfolgreich umgesetzt. Ein Start-Ziel-Sieg, auch dank einer gut aufgelegten Inga Hansmann, die ab Mitte des Satzes auf der Diagonal-Position für Betrieb sorgte.
Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Jeweils zwei ausgeglichene Teams, die sich bis zur Satzmitte belauern. Dann legen die Büttels ein wenig nach, und können es in beiden Sätzen in der Endphase ausnutzen, dass sich die Rissenerinnen nicht aus der Annahme befreien können. Gutes Aufschlag- und Block/Abwehr-Verhalten bringen jeweils die entscheidenden Breaks. Besonders herauszuheben hierbei die stets beherzt zupackende Annika Glathe, die sicher librierende Kathrin Urban, und Nicole Zeuner, die am Netz immer wieder für klare Verhältnisse sorgen konnte.
Am Ende der Saison steht also die Vizemeisterschaft. Auch wenn der Zweite angeblich stets der erste Verlierer ist, so war der kleinen Sangeseinlage nach dem Schlusspfiff deutlich zu anzuhören, dass das Team mit dem Erreichten nicht wirklich unzufrieden ist.
Zum Abschluss ging's an Nudel-Buffet bei Kathrin und anschließend auf die beste Saisonabschlussfeier seit Jahren (großer Dank an alle Organisatoren!).
Auf ein Neues in der kommenden Saison. Mal schauen wohin es dann geht...
ETV - GWE 2 3:1 (-17, 21, 19, 18)
ETV - Rissen 3:1 (-17, 22, 18, 18)
Für den ETV am Ball:
Hannah Lüdtke, Kathrin Urban, Laura Glasmeyer, Inga Hansmann, Lena Guhl, Marieke Behne, Svea Saborowsky , Kristina von Riegen, Maja Günther, Nicole Zeuner, Yvonne Gebhardt, Annika Glathe und Karen Erbe
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